Der Aderlass ist eines der ältesten Heilverfahren, deren Geschichte wenigstens über 2000 Jahre zurückreicht. Die Behandlung von Patienten durch Aderlass ist eine blutentziehende Behandlungsmethode mit der Anregung der körpereigenen Lebenskraft, ein klassisches Reizverfahren. Sie ist präventiv - medizinisch und kann durch ein Blutbild zu Beginn und Ende der Kur kontrollierend begleitet werden. |
• Bluthochdruck (Schlaganfall) |
Ein Aderlass wird auch angewendet, wenn sich der Patient lustlos und schlapp fühlt, er sich ungesund ernährt, wenig Bewegung und viel Stress hat, über Kopfweh und "Blei in den Beinen" klagt: All das sind Anzeichen dafür, dass der Körper nur ungenügend mit Sauerstoff versorgt wird, dass das Blut "zu dick" ist und Thrombosegefahr besteht. |
Auswirkungen:
• bewirkt eine Verringerung und Reinigung des Blutes |
Umsetzung:
Meist handelt es sich um eine in der Ellenbeuge entnommene Blutmenge (zwischen 50 und 500 ml) und richtet sich nach Alter, Geschlecht und Konstitution des Menschen. In der Regel wären 2 Mal im Jahr bei reiner Prävention ohne schwere Indikationen ausreichend. Bei gezieltem Einsatz reichen für eine Initialbehandlung 3-4 maliges Abnehmen im Abstand von 4 Wochen (nach Mondkalender). |
Arten des Aderlasses:
• natürlicher, reaktiver Aderlass: spontane Blutungen wie Nasenbluten bei Bluthochdruck, Zahnfleischbluten oder übermäßige Regelblutungen |
Ein Aderlasspatient könnte so sein:
• vollblütig-plethorisch, adipös und hat eine ausgeprägte Risikokonstellation. Er befindet sich im "Füllezustand" und hat einen Blutüberschuß. |
Kontraindikation:
• niedriger Blutdruck |
Warum Aderlass und nicht Blutspende?
Aderlass ist nicht zu verwechseln mit Blutspenden oder einfacher Blutentnahme. Es gilt, den richtigen Zeitpunkt (Mondphasen) zu wählen sowie die geeignete Ausleitstelle. Außerdem muss das Blut aus der Vene frei fließen. Blutentnahmen werden meist durch Vakuumflaschen mit Unterdruck durchgeführt.
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