Wie beim Schröpfen liegen zur Blutegelherapie Darstellungen schon aus der Zeit um 500 v. Chr. aus Indien vor. |
Wir arbeiten hier mit einem lebendigen Wesen, welches durchaus seine Animositäten hat. Als Patient muß man Geduld, Zeit und Verständnis aufbringen, wenn die Egel zum Beispiel nicht beißen wollen. |
Unter der Therapie saugt ein Egel mittlerer Größe ca. 5-8 ml aus der kleinen Wunde. Die Wunde wird in der Praxis verbunden, sollte aber Gelegenheit haben zum Nachbluten (ca. 20-40ml). Diese Menge entspricht einem Mikoaderlass mit entstauender, antientzündlicher und entlastender Wirkung.
Den Hauptgrund für einen Einsatz des Blutegels sind die Bestandteile seines Mundschleims. Grundsätzlich hat ein Egel nur ein Interesse: Die Bißwunde solange offen zu halten, bis er satt ist. Dies gelingt durch das gerinnungshemmende Eglin (auch Hirudin) seiner Halsdrüsen. Neben der „Blutverflüssigung“ wird zudem der gesamte Lymphstrom für 24 Stunden angeregt (unsere Hauptbahn zur Entlastung aus dem Gewebezwischenraum und wichtig für die Abwehr). Die Durchblutung des Organismus erhält eine Beschleunigung, alte Schriften sprechen davon, das vorausgegangene Mikroinfarkte in den verschiedenen Geweben aufgelöst werden können. |
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"Sie können sich gerne bei uns überzeugen, dass diese überaus nützlichen Tiere nichts mit Ekel zu tun haben. Im geeigneten Krankheitsfall können sie uns großen Nutzen erweisen, den wir als Behandler sehr zu schätzen gelernt haben." |