Moxibustion

Die Akupunktur als Reiztherapie benötigt ein Minimum an Lebenskraft, damit der Körper auf den Heilreiz reagieren kann.

Nicht jedem Patienten steht zu jeder Zeit diese Kraft zur Verfügung wie zum Beispiel in der Rekonvaleszenz, bei stark schwächenden Krankheiten, in chronischen Zuständen oder bei heftigen Kälte- und Windeinwirkungen.

Dann wird auf Alternativen zurückgegriffen, z.B.:

  • Akupressur – Druck durch Kugelstifte, Fingerkuppen, Magnetkügelchen, Samenkörner
  • Lasertherapie – Einsatz von Softlaser mit 5mW
  • Meridianklopfen und Punktebalance der Kinesiologie
  • Moxa – Therapie

Die Moxa - Therapie (nach dem japanischen „mogusa“ = Erwärmung des Punktes mit glimmenden Beifuß) wird nach der chinesischen Lehre bei allen Yang – Mangel – Kälte – Syndromen eingesetzt. Anzeichen von typischen „Kältekrankheiten“ sind:

  • Im Allgemeinen alle chronische Erkrankungen (bei akuten Erkrankungen walten starke Kräfte, die der „Chroniker“ nicht mehr hat)
  • Tiefes Kältegefühl, alles schlechter durch Kälte
  • Kalte Hände und Füße
  • Häufiges Wasserlassen, Inkontinenz (=Niere betroffen)
  • Bohrende plötzliche Schmerzen (wie der Wind)
  • Chronische Gelenksentzündungen
  • Gynäkologische Probleme (keine Menses, zu wenig)
  • Durchblutungsstörungen
  • Starke Immunschwäche
  • Anämie
  • Schwäche und Kraftverlust

Moxen bewirkt aus westlicher Sicht u.a.:

  • eine erhöhte Durchblutung am Punkt

  • eine reflektorische Anregung der inneren Organe, durch die Stimulation der viscerokutane Ebene (Haut-Bindegewebe) = Reflexzone

  • eine lokale und systemische Immunstimulation,  bei der  die erhöhte Temperatur ein vermehrtes Wachstum der weißen Blutkörperchen ermöglicht


Warum der Beifuß?

Das Beifußkraut ist gut haftend und formbar, die Asche zerfällt nicht nach dem Abbrennen. Es glimmt gleichmäßig und führt tiefgehende, wohltuende Wärme zu. Das Kraut wird zusammengerollt in Zigarre und Kegel gepresst oder lose (in Boxen- für große Flächen) angewandt.

Nadeln und Moxa lassen sich gut kombinieren, hierbei wird auf die Nadel zusätzlich ein Stück Moxakraut gesteckt und angezündet.

 Jeder Punkt wird einzeln behandelt, je nach „Leerezustand“ entsprechend länger. Wenn genügend Wärme zugeführt ist, verspürt der Patient plötzliche Hitze.

Die Patienten berichten von lang andauerndem Wärmeempfinden, von Wärmewellen, die den Körper überrollen oder von durchgewärmten Händen und Füßen. Gelenke werden beweglicher, weniger Schmerzen treten auf. Sehr sensible Menschen können wahrnehmen, welche Organe dankbar reagieren und die stärkende Wärme aufnehmen.

Immunstärkendes Moxa

Ideal zur Stärkung und Prävention in der kalten Jahreszeit ist eine Behandlungseinheit von 8 - 10 Moxaterminen mit einem Treffen wöchentlich, wodurch Sie den gesamten Wärme- und Kräftehaushalt aufarbeiten können.
Bei schwacher Abwehrsituation, sowie Blut- und Kräftemangel sind wiederholte Einheiten angeraten. Die Dauer insgesamt orientiert sich am Befinden.

Der Geruch

Leider scheuen viele Therapeuten die Moxibustion, da durch den Verbrennungsvorgang natürlich Rauch entsteht. Nach einer Behandlung wird man gelegentlich darauf angesprochen, da die Kleidung den Geruch annimmt oder der Raum entsprechend schnuppert.
Wir wollen trotzdem nicht auf die für unsere Klimaverhältnisse hervorragende Unterstützung verzichten!

Kontraindikationen

Dies beinhaltet nach der chinesischen Medizin „Wärme –, Fülle –, oder Hitze – Syndrome“ wie:

  • Fieber
  • akute systemische oder lokale Entzündungen mit viel Hitze
  • alle Erkrankungen, die durch Wärme verschlimmert werden.

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